Die 7 wichtigsten Content Marketing Trends 2019

Die 7 wichtigsten Content Marketing Trends 2019
Content Marketing wird 2019 noch bedeutender, denn etwas darf man in Zeiten der Informationsflut nicht vergessen – Content Marketing bedeutet nicht nur einfach Inhalte an jeder Ecke rauszuschießen, sondern relevante, authentische Inhalte mit Mehrwert zu generieren. Content Marketing ist nützlich, authentisch und perfekt für die verschiedensten Internet-Generationen – von Gen Z bis hin zu den Silver Surfern. Und vor allem schafft gutes Content Marketing eines – Vertrauen, und wer das nicht braucht, der werfe den ersten Stein!
Content Marketing schafft Vertrauen!

Content Marketing wird sich im weiteren Jahresverlauf noch mehr weiterentwickeln – in inhaltlicher, organisatorischer und technischer Sicht. Von interner und externer Unternehmenskommunikation, die inhaltsgetriebener wird, über künstliche Intelligenzen, die neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen, bis hin zur gesprochenen Sprache, die auf ein neues Level gestellt wird.

1. Content Marketing needs Brand Purpose

Ja klar, natürlich muss oder besser gesagt sollte, jede Art von Marketing über Authentizität und Transparenz verfügen. Jedes Unternehmen muss ihren USP, ihre Kernwerte und ihr Markenversprechen in ihren Marketingstrategien miteinbeziehen, um erfolgreich zu sein. Kunden werden Unternehmen noch häufiger und intensiver auf die Gültigkeit ihrer Kommunikation testen als bisher – jede Diskrepanz lässt die Glaubwürdigkeit nach unten sinken. Ein Minuspunkt auf der Sympathieskala, der Kunden schnell verscheucht.

73% der Verbraucher würden für ein Produkt mehr zahlen, wenn das dahinterstehende Unternehmen Transparenz verspricht und 67% der Generation Z würde sogar aufhören, Produkte einer Marke zu kaufen, die nicht mit dem Brand Purpose übereinstimmen.

Weiters geht der Kommunikationstrend immer mehr in Richtung Haltung – sei es politische oder soziale. Kunden befürworten es, wenn Unternehmen Stellung beziehen und in ihrem Content diese Haltung miteinbeziehen. Der Outcome: Kunden werden noch spezifischer, treuer und wertvoller für Unternehmen.

2/3 der Befragten einer US-Studie erwarten sich von einem Unternehmen, dass sie eine klare politische und soziale Position beziehen.

2. Sprache wird im Content Marketing noch bedeutender

Audio wird 2019 noch wichtiger als bisher! Alexa, Google und Co. haben schon in den meisten Wohnzimmern Einzug gehalten, weswegen sich für Unternehmen immer mehr Möglichkeiten der Kommunikation eröffnen. Content muss also optimiert werden auf Voice Search, damit dieser auch in Zeiten der Sprachsteuerung gefunden werden kann. Mit Fragen wie „Welche Fragen stellen meine Kunden?“ „Wie stellen sie Fragen, wenn sie mit Alexa und Co. sprechen?“ müssen sich Unternehmen 2019 noch mehr auseinandersetzen. Tipps dazu gibt es in unserem Blogartikel „Voice Search“

Aber auch die gesprochene Sprache an sich wird noch wichtiger, denn Podcasts sind beliebter denn je. Podcasts eröffnen Unternehmen Möglichkeiten, komplexe Inhalte einfach zu erklären, die auch hängen bleiben – denn Podcast-Nutzer verfügen über ein hohes Aufnahmevermögen. Und akzeptieren laut einer neuen Studie Podcast-Werbung – denn 81% fühlen sich von einer vom Podcast-Moderator eingesprochenen Werbung nicht gestört.

81% akzeptieren Podcast-Werbung und fühlen sich von Werbung nicht gestört

3.Content Marketing für die interne Kommunikation

Bei Change-Prozessen in Sachen Struktur, Strategien, digitale Transformation etc. in Unternehmen, die bereichsübergreifend verändert und umgesetzt werden sollten, kann Content Marketing unter die Arme greifen. Denn: Über 50% der Change-Prozesse in Unternehmen scheitern, weil Mitarbeiter nicht für die Neuerungen begeistert werden können, weil sie über Hintergründe, Ziele und Absichten nicht informiert wurden. Content Marketing kann nicht nur für externe Kommunikation eingesetzt werden, sondern funktioniert auch bestens intern – es müssen Inhalte nur strategisch aufbereitet werden und mit relevanten und nachhaltigen Inputs den Mitarbeitern ausgespielt werden, damit diese Change-Prozesse besser verstehen und auch leben können.

4. Mit künstlichen Intelligenzen Content spüren

Machine Learning, Augmented Reality, Virtual Reality und wie sie noch alle heißen, sind schon in den letzten Jahren vermehrt im Marketing aufgetaucht – den richtigen Durchbruch konnten sie bisher aber noch nicht feiern. 2019 werden diese Formen der Kommunikation auch für das Content Marketing wichtig. Denn Virtual Reality-Brillen werden nicht nur Gerüche, sondern auch physische Stimulationen wie Vibration, Wärme, Wind und Wasserdampf vermitteln können. Neue Markenpotenziale werden eröffnet und plötzlich werden Fragen auftauchen, wie z.B. „Wie riecht Content oder wie fühlt er sich an?“. Auch wenn 2019 sicher nicht das Erfolgsjahr von Virtual Reality und Co. anstehen wird, könnten aber schon die ersten Steps für einen Megatrend gelegt werden.


VR-Inhalte eröffnen entlang der gesamten Customer Journey Möglichkeiten. Die größte Chance wird bei der Vermittlung von Produktinformationen gesehen.

5. Influencer glaubwürdig einsetzen

Dass Influencer-Marketing kein neues Thema 2019 wird, brauchen wir hier nicht lange breitzutreten. Was jedoch immer bedeutender wird, sind von Influencer erstellte Inhalte für Unternehmenskanäle. Einerseits wird die Marke für Kunden dadurch glaubwürdiger, andererseits werden Influencer die Inhalte sicher auch auf ihren Kanälen teilen – ein Win-Win Situation also. Wichtig dabei ist, dass die Inhalte authentisch sind und den Mehrwert der Produkte auf den Punkt bringt. Einzelpersonen aus verschiedenen Branchen können so erreicht werden, insofern die Marke diese Nische auch bedient.

Die Glaubwürdigkeit von Influencern sinkt, wenn diese nicht zum Image bzw. der Werte der Marke passen. Für 74% der Befragten ist dies ein Verlust von Glaubwürdigkeit.

6.Wer bin ich? Die Geschichte hinter der Marke erzählen

It’s all about the Story! Man erinnere sich an den Blogartikel über Snackable Content. Doch nicht jedes Unternehmen beherrscht diese Fähigkeit. Vor allem heißt Brand Storytelling nicht, wie viele glauben, dass Unternehmen nur über sich selbst sprechen können oder andere dazu bringen müssen, nur mehr über sie zu reden. Es geht vielmehr darum, zu zeigen, warum man eigentlich das tut, was man tut und wer eigentlich hinter der Marke steckt. Niemand will Loblieder über Marken hören – stattdessen möchten Kunden, dass Unternehmen ihre Geschichte hinter ihrem Erfolg erzählen, die Erfahrungen und ihr Know-How weitergeben. Ca. sieben Markenberührungen dauert es, bis sich jemand an eine Marke erinnert – das bedeutet also, jeden Berührungspunkt zu optimieren und relevante Erlebnisse für den Kunden zu schaffen.

Es bedarf ca. 7 Markenberührungen, bis eine Marke im Kopf verankert bleibt.

7. Mögliche Jobkandidaten mit Unternehmens-Content bespielen

Zukünftige Mitarbeiter, die von Unternehmen rekrutiert werden, durchlaufen ähnlich wie Kunden eine Customer Journey. Diese trägt den Namen Candidate Journey und besteht aus Recherche (Kandidat sucht nach Infos zu Unternehmen – welche gibt es?), Interesse (Kandidat ist interessiert am Unternehmen aufgrund der Infos), Bewerbung (Kandidat bewirbt sich – wie?), Auswahlverfahren (Wie läuft dieser Prozess intern ab und wie kommt dieser beim Bewerber an?) und Ergebniskommunikation (Wie und wann wird der Bewerber verständigt?). Wie auch bei der Customer Journey gibt es an jedem Touchpoint mögliche Absprünge. Im Content Marketing gewinnt datengetriebenes Recruiting daher an Bedeutung, weil so der Prozess die richtigen Kandidaten, mithilfe der Candidate Journey und deren Touchpoints zu finden, optimiert werden kann. Das kann mittels zielgerichteter Ausspielung von Unternehmens-Content passieren, durch Retargeting, um Bewerbungsraten zu erhöhen, bis hin zu Kampagnen, die auf unterschiedlichen Geräten eine Story (siehe Trend Nr. 6) über das Unternehmen erzählen.

Bevor sich Bewerber für ein Unternehmen bewerben, recherchieren 62% von ihnen online über dieses – meist auch auf Social Media-Kanälen.

Wie man schon an den Trends erkennen kann, bringt das Jahr viele spannende Möglichkeiten für Content Marketing, die man nicht vorbeiziehen lassen sollte. Ein Neudenken, Andersdenken, Umdenken wird also noch wichtiger als bisher.