Jetzt gibt’s eins aufs Ohr! Warum jetzt die Zeit für Corporate Podcasts ist

Jetzt gibt’s eins aufs Ohr! Warum jetzt die Zeit für Corporate Podcasts ist
Podcasts sind schon lange kein Nischenmedium mehr. Trotzdem unterschätzen vor allem Unternehmen die Potentiale von Corporate Podcasts in ihrer internen und externen Kommunikation. Wir erzählen euch, wieso Corporate Podcasts nicht mehr nur Kür, sondern Pflicht im Content Marketing Mix sind und warum Unternehmen möglichst noch rasch auf den Podcast-Zug aufspringen sollten.

Die USA macht’s vor

Podcasts boomen in den USA schon seit Jahren. Mehr als 67 Millionen Nutzer – das sind demnach ca. 25 Prozent der Amerikaner – greifen über diverse Plattformen auf Podcasts zurück. Platzhirsch am Podcast-Markt ist zurzeit Apple. Dessen Marktanteil ist in den letzten Jahren allerdings durch Streaming-Dienste wie Spotify, SoundCloud oder Pandora Media bereits von 70 auf 55 Prozent geschrumpft. Immer mehr Unternehmen wollen also am Kuchen mitnaschen. Und das nicht ohne Grund: Statista schätzt den Werbeumsatz von Podcasts für 2017 auf 220 Millionen US-Dollar weltweit (nach 69 Millionen 2015 und 119 Millionen 2016). Und dass das Thema nun auch für Unternehmen interessant sein sollte – beweist auch der kürzlich Launch von Google Podcasts der neuen neue Podcast-App für Android von Google.


Der Podcast-Hype hat auch Österreich erreicht

Auch in der Alpenrepublik erfreuen sich Podcasts seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. Jedoch fast ausschließlich auf privater Ebene. Besonders Blogger sind seit einigen Monaten auf den Geschmack der Podcasts gekommen und publizieren fleißig Audio-Inhalte. Der Bereich Corporate Podcasts ist in Österreich nahezu komplett unbeackert. Aber mehr als 15 Prozent der Österreicher hören regelmäßig Podcasts. Und wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, bleibt dabei: nur 5 Prozent der Hörer haben letztes Jahr nur einen Podcast abonniert, etwa 45 Prozent hörten ein bis fünf und weitere 25 Prozent sogar mehr als ein Dutzend Serien. Gehört wird vor allem tagsüber in der U-Bahn, im Auto, beim Bügeln oder Sporteln, am Weg zur oder von der Arbeit.

Immerhin ein Drittel lauscht noch bis in die späten Abendstunden interessanten Sendungen zu den Themen wie Politik, Wissenschaft, Technik, Sport oder Musik.

Vor allem in der Zielgruppe der 30- bis 49-jährigen ist ein 100% Anstieg in den letzten zwei Jahren der Podcasts zu verzeichnen. Aber auch die ‚unerreichbare‘ Zielgruppe der Millenials verzeichnet einen laufenden Zuwachs. Laut Statista hören knapp 50% der Menschen unterwegs und auf Reisen sowie beim Aufräumen und zum Einschlafen Podcasts. Ebenfalls beliebt ist das Hören beim Sport und um sich die Langeweile zu vertreiben.

Nutzung in der internen Unternehmenskommunikation

Unternehmen können Podcasts auf zweierlei Arten nutzen. Intern, um Mitarbeitern regelmäßig ein Update über einen Projektstatus, den aktuellen Stand der Zielerreichung der eigenen Abteilungen zukommen zu lassen, um sie über Neuigkeiten bezüglich der Entwicklung des Konzerns zu informieren. Oder um bildungshungrige Mitarbeiter mit Inhalten zu Persönlichkeitsentwicklung oder mit Fachwissen zu versorgen: Neuerungen beim Google-Algorithmus für den Social Media-Beauftragten, Leadership-Trends für Führungskräfte oder Neuigkeiten im Arbeitsrecht für Juristen.


Expertenstatus stärken und Kunden servicieren

In der externen Stakeholder- und Kundenkommunikation eignen sich Podcasts als Content Marketing Tool für B2B- oder B2C-Kunden besonders gut. Wer Kunden mehr als nur das übliche „wir sind die Besten, kaufe unsere Produkte“ zu bieten hat, kann mit Podcasts Menschen erreichen und binden, die bisher unzugänglich waren.


Im wahrsten Sinne des Wortes ‚angesagt‘ sind bei den Hörern nämlich vor allem Unterhaltung, Hörbücher, Wissenschaft und Weiterbildung sowie Podcasts zum Thema Gesundheit, Gesellschaft und Politik & Wirtschaft. Besonders im beliebten Bereich der Unterhaltung können Unternehmen mit klugen und kreativen Formaten punkten. Aber auch mit passenden Themenschwerpunkten können Organisationen ihre Zielgruppen sehr gut servicieren. Und genau darum geht es beim Einsatz der Podcasts – vertiefte Inhalte aus dem Content Marketing Mix zur Verfügung stellen und dadurch die eigenen Kompetenzen beweisen und Expertenstatus erlangen.

Die große Chance: Bei vielen Tätigkeiten, wie beim Sport, beim Autofahren oder beim Rasenmähen kann man keine Videos schauen und nicht in sozialen Medien surfen. Podcasts hören, geht!

Aus diesen Insights ergeben sich ganz neue Zielgruppen und Formate. Wenn man beispielsweise bedenkt, dass mehr als die Hälfte der Österreicher in die Arbeit pendeln – was macht das mit unserer kommunikativen Kreativität? Ein Großteil der Podcast-Abonnenten hört Sendungen von 20 Minuten bis zu einer Stunde. In diesem Zeitraum kann man Themen viel umfassender und tiefgründiger behandeln als in 5-Minuten-Videos oder 10-Sekunden-Werbebotschaften.

Brand stärken und echte interessierte Kunden gewinnen

Die große Chance liegt für Unternehmen also darin, dass sich eine perfekte Kombination aus Umständen ergibt. Einerseits ist da ein interessierter und wissbegieriger (potentieller) Kunde, der bereit und gewillt ist, viele Informationen aufzunehmen. Andererseits eröffnet sich Unternehmen eine Plattform, die in der Qualität der Berichterstattung und Kommunikation nicht tiefer sein könnte. Man könnte es perfektes Match nennen, aber dafür muss der Inhalt äußerst raffiniert sein. Denn Kunst ist es, hochwertige und interessante Inhalten zu kreieren, die nicht Werbebotschaften trommeln, sondern durch geschickte Wertekommunikation und Mehrwert für den Kunden überzeugen.

Menschen, die Podcasts hören, sind wissbegierig, sie wollen etwas lernen. Wer ihnen spannende Inhalte bieten kann, bindet diese Interessierten daher viel enger und nachhaltiger, als mit den meisten anderen Medien.

Neue Werbeformate in Podcasts

Auch die neuesten Entwicklungen der Washington Post zeigen, dass Podcasts nicht mehr nur ein Thema für die Nische sind. Aber fangen wir von vorne an! Dass Online-Artikel bei jedem Laden einer Seite auch neue Anzeigen mit sich bringt, ist bekannt, aber dass das auch künftig beim Podcasting möglich sein wird, ist neu. Denn bisher mussten die zwei Tonspuren miteinander verknüpft werden. Doch erst gestern lässt die Washington Post mit einer neuen Technik aufhorchen, die Anzeigen in Podcasts dynamisch einfügen soll. Mit ‚Rhapsocord‘ hat man ein Tool zur dynamischen Anzeigeneinfügung entwickelt, das Orte identifiziert, an denen Anzeigen platziert werden. Dort werden sie automatisch eingefügt und anschließend an verschiedene Podcast-Plattformen gesendet. Zudem speichert ‚Rhapsocord‘ auch Metadaten zu jeder Podcast-Episode, sodass Werbetreibende basierend auf Themen wie Politik, Finanzen oder Geschichte Ads kaufen können.

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