SEO Trends 2018

SEO Trends 2018
SEO Trends 2018 – Wir haben einen Blick in die SEO Glaskugel geworfen und für euch die zehn wichtigsten Trends für das schnelllebige SEO-Business zusammengefasst.

Wir haben einen Blick in die SEO Glaskugel geworfen und für euch die zehn wichtigsten Trends für das schnelllebige SEO-Business zusammengefasst.

Der Ton macht die Musik

Google zufolge sind bereits ein Fünftel aller Suchen „Voice Searches“ – also Suchanfragen über die Spracheingabe. Tennager verwenden zu 55 Prozent und Erwachsenen immerhin zu 40 Prozent täglich Voice Anfragen. Die dabei verwendete Alltagssprache wird die Keyword-Suche - im Gegensatz zur spröderen, geschriebenen - daher teilweise verändern.

Extrem unterschätzt wird eine weitere Auswirkung von Voice Search: diese liefert häufig Featured Snippets als Antwort und nicht die Top 10 oder 15 Ergebnisse, wie bei einer Bildschirm-Suche. Damit wird es noch einmal wichtiger, jedes Detail der SEO auszureizen, um auf dem ersten Platz der Suchergebnisse zu stehen.

Mobile First

Einerseits werden Keywords auf mobilen Endgeräten und Desktops unterschiedlich gereiht. Andererseits stammen schon fast 60 Prozent vom Suchvolumen von Tablets und Mobiltelefonen. Noch hat Google seiner Ankündigung, den mobilen Suchindex als Standard zu setzen, nicht wahr gemacht. Insider gehen aber davon aus, dass das im ersten Halbjahr 2018 passieren wird. Spätestens dann sollten Websites responsive sein.

Ein weiterer, wichtiger Grund für Mobile First ist die zunehmende Bedeutung von Local SEO: Sie bringt hochwertigen, organischen Traffic aus der Umgebung auf die eigene Website. Vorausgesetzt die Keywords und der Google My Business Eintrag passen. (Google My Business hieß früher Google+ und ist das hauseigene Branchenbuch, das das Unternehmen naturgemäß entsprechend hoch gewichtet.)

Speed is King

Wer Website-Besucher und potentielle Kunden warten lässt, verliert diese schneller als je zuvor. Daher sollte die Time To First Byte zwischen 200 und 500 Millisekunden liegen. Die Ladezeit der gesamten Website darf nicht länger als drei Sekunden dauern. Wer es schafft, die Full Page Render auf nur eineinhalb Sekunden zu reduzieren, wird ganz vorn dabei sein.

Interaktion – Come back, Baby!

Ein rein quantitativer Anstieg im Search Traffic, um bei Google nach vorne gereiht zu werden? Das war früher.

Wie lange dauert es, bis User zurückkehren und erneut suchen? Wie lange ist die Verweildauer auf der eigenen Website? Wie hoch ist die Absprungrate? Und wie viele Anfragen, Anmeldungen oder abgewickelte Verkäufe kann man vorweisen? Auch hier zählt Qualität vor Quantität: nur mit einer ausgereiften UX und einer loyalen Community entstehen Engagement und Conversions und damit eine Reihung an der Spitze der Suchergebnisse.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Nicht nur in der realen Welt, auch in der virtuellen Suche gewinnen Bilder an Bedeutung. Bilder sind in puncto UX oft ansprechender als Text. Bilder emotionalisieren mehr als das Geschriebene und bewirken mehr Engagement. Daher ist es kein Zufall, dass sich die Branchengrößen Google, Bing und Pinterest bereits intensiv mit Visual Search beschäftigen.

Für das eigene Unternehmen bedeutet das, die SEO-Analyse auch vermehrt auf Bilder auszurichten oder den visuellen Content weiter zu optimieren.

Safety first

In Zeiten von allgemeiner Ungewissheit und schnellen Änderungen wächst das Bedürfnis nach Sicherheit. Das gilt natürlich auch für Kundendaten und Verschlüsselung. Google Chrome hat laut Statista etwas mehr als 40 Prozent Marktanteil. Der Browser bewertet seit heuer (2017) alle Seiten ohne HTTPS als unsicher. Auf die Suchergebnisse hat das bisher keine Auswirkungen. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in diesem Bereich Verschlüsselung Einzug halten wird.

Featured Snippets

Seit einigen Jahren bietet Google zusätzliche Suchmaschinen-Merkmale wie Featured Snippets, Knowledge Panel, Top Stories oder PeopleAlsoAsk. Bei Featured Snippets sucht sich Google aus den jeweiligen Toptreffern die Antwort selber aus und liefert diese direkt, ohne dass User auf die jeweilige Website klicken müssen.

Unternehmen, die durch ausgeklügelte SEO-Analyse und optimierte SEO-Texte in die Featured Snippets aufgenommen werden, dürfen sich über überproportional viel Traffic freuen.

UX

Neben der schon erwähnten Ladegeschwindigkeit zählt eine übersichtliche Navigation, klare Sprache, Relevanz und hochwertiger Content zu einer gelungenen User Experience. Ebenso häufige Updates, interessante Downloads und interessante Blogposts. Ausreichende Touch Points via Email, Telefon, Chats und auf Social-Media-Kanälen. Klingt alles nach einem alten Hut? Nachdem diese Basics immer noch nicht selbstverständlich sind, werden sie hier – der Vollständigkeit halber – ein letztes Mal erwähnt.

Links statt Rechts

Links haben immer noch einen großen Einfluss auf die Reihung von Suchergebnissen. Und nutzlose oder nicht funktionierende Links werden zusehends bestraft. Wer nicht nur über ein paar Links von Guest Blogs verfügt, sondern auf ein breit diversifiziertes Netzwerk von Links zurückgreifen kann, besitzt wesentliche Vorteile gegenüber Mitbewerbern:

Der Link-Aufbau und die Erarbeitung eines vorbildlichen Backlink-Profils sind zwar langfristige, aufwendige Prozesse, Mitbewerber können sie aber nur schwer kopieren.

Zusätzliche Suchkanäle

Google liefert viele Antworten, aber nicht alle. Direkte Ergebnisse für Produkte und Preise geben Plattformen wie Amazon, Ebay, Yelp oder TripAdvisor viel präziser. Je nachdem in welcher Branche man tätig ist, kann daher eine Präsenz auf großen Verkaufs-Plattformen sinnvoll sein und wird auch 2018 zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Zusammenfassend kann man sagen: Das nächste Jahr wird wieder spannend. Und je komplexer und ausgereifter die SEO-Branche wird, desto eher gewinnen diejenigen, die an jedem, kleinen Detail feilen.